Ein Vergnügen zum Zuschauen

LAC-Inter – SV Wienerberg 1921 1:1 (0:0)

Zum Beginn der Frühjahrsmeisterschaft wäre es noch das Spiel Erster gegen Letzter gewesen, jetzt war es das Aufeinandertreffen der Mannschaft der Stunde LAC – 4 Siege, Torverhältnis 10:0 – mit dem etwas holprig ins Frühjahr gestarteten Herbstmeister SV Wienerberg 1921.

Das Spiel bot alles, was man sich als Zuschauer der Stadtliga wünschen kann. Zwei Mannschaften, die beide gepflegten Fußball spielen wollen und auch können, beide offensiv ausgerichtet. So wogte die Partie von Anfang an hin und her, mit vielleicht besseren Chancen für die Gäste aus Favoriten. Hier ein Lattenkopfball von Maximilian Schmid, dort eine großartige Parade von Gäste-Torhüter Michael Höfler und dann noch eine großartige Chance von Benjamin Pitzek, der aber ein Abspiel versuchte anstatt selbst abzuschließen.

In der Pause waren auf den Zuschauerrängen nur begeisterte Reaktionen zu sehen, so soll Stadtliga-Fußball sein. Nach Seitenwechsel wurde es immer mehr zu einer Partie, bei der wohl der als Sieger vom Platz gehen würde, der die Führung erzielt. Und das war der SV Wienerberg 1921: Jan Mülner scheiterte zwar noch mit einem seiner gefürchteten Freistöße an LAC-Torhüter Dario Kurevija, der aber den Ball nur an die Innenstange lenken konnte. Beim Abpraller reagierten die Gäste wesentlich flinker, gleich vier Mann waren vor den Hausherren zur Stelle. Letztlich war es ein diesmal sehr gut aufgelegter Maximilian Schmid, der das Leder zur Führung der Wienerberger einschob (65.).

Dass das doch nicht die Entscheidung war, lag einerseits daran, dass die Hausherren noch einmal zulegen konnten und andererseits die Gäste bei zwei guten Kontermöglichkeiten ein wenig unglücklich im Abschluss reagierten. So endete dieser Stadtliga-Leckerbissen mit einem gerechten Unentschieden, wenngleich der SV Wienerberg 1921 natürlich mit dem sehr späten Ausgleichtreffer (90.+1) berechtigt hadern konnte. So spät vergibt man nicht gerne einen Dreipunkter, wobei es für die Wienerberger noch fast ein Happy End gegeben hätte, als in der allerletzten Aktion ein Kopfball von Paul Semrau im Anschluss an einen Eckball gerade noch in höchster Eigentorgefahr von der Linie gekratzt werden konnte.

Tabelle
Spielbericht